Azoren, Madeira, Liparen

VIELFALT AUF 2 INSELN

Das Archipel von Madeira besteht neben der berühmten Hauptinsel des gleichen Namens aus verschiedenen Inselgruppen.

Die Ilhas Desertas (die Verlassenen) machen ihrem Namen alle Ehre, sie sind Naturschutzgebiet und gehören zum Meeresnaturpark Garajau. Nur 18 km vor der Südostküste der Hauptinsel gelegen, können sie oft gesichtet werden, doch nur der Beobachtungsposten der Naturparkverwaltung darf sich dort aufhalten, ansonsten dürfen die Ilhas Desertas nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden.

Die Ilhas Selvagens (Die Wilden) liegen 280 km südlich, auch sie sind Naturschutzgebiet und werden nur von Beobachtungsposten betreten, die allerdings nach 2 Wochen Arbeit in völliger Einsamkeit abgelöst werden

Porto Santo hingegen liegt 50 km nordöstlich der Hauptinsel, ist bewohnt und zu einem beliebten Sonnenziel geworden. Das 11 mal 6 km kleine Eiland hat nicht ganz 5000 Einwohner, die zum größten Teil vom Badetourismus leben, denn immerhin weist die Insel einen 9 km langen Sandstrand auf.

Daneben werden in der Hauptsache noch Melonen und Trauben angebaut. Der Strand zieht sich die Südküste entlang, in der Mitte liegt der Hauptort Vila Baleeira. Kleine Felsinselchen scheinen Porto Santo rundherum beschützen zu wollen. Die Inselmitte wird von verschiedenen Bergen beherrscht, die höchste Erhebung ist der Pico do Facho mit 517 m. Früher durchaus bewaldet ist die Insel jetzt eher trocken, der wenige Niederschlag fällt in den Wintermonaten. Porto Santos Hotels sind in und um den Hauptort, der immerhin die Hälfte der Gesamtbevölkerung aufweist und trotz des Tourismus immer noch sympathisch verschlafen wirkt. Eine gewisse Hektik breitet sich jedoch aus, legt die Fähre von Madeira an und strömen die Tagesgäste auf die Insel. Diese verteilen sich in Taxen und Jeeps und legt am Nachmittag die Fähre wieder ab, so kehrt die gewohnte Ruhe wieder ein. Doch natürlich kann man auch mit dem Flugzeug mehrfach täglich die Insel erreichen.

Die Hauptinsel Madeira des gleichnamigen Archipels hat über 200.000 Einwohner, weit mehr als die Hälfte davon leben in und um Funchal an der Südküste. Gerade die Nordküste, die von felsiger Steilküste beherrscht wird, weist nur kleine Dörfer auf. Madeira ist vulkanisch, wie auch ihr portugiesischer Nachbararchipel, die Azoren und weist ebenso eine faszinierende Natur auf. Schwarze Lava, schroffe Felsen, grüne Hänge und überall bunte Blumen zu jeder Jahreszeit.

Madeira macht seinem Namen Blumeninsel alle Ehre. Viele unterschiedliche Liliengewächse setzen bunte Farbtupfer in die Landschaft, Orchideen werden in den Vorgärten gezogen und trifft man auch wild an, Strelitzien gibt es so viele, dass sie für wenig Geld überall in Funchal verkauft werden und der blau blühende Natternkopf wird nicht zu Unrecht Madeiras Stolz genannt. Die höheren Lagen sind noch mit dem Ursprungsbewuchs, dem Lorbeerwald (Laurissilva) bedeckt. Levadas (Wasserkanäle) durchziehen die gesamte Insel, um das Wasser aus den regenreicheren Gebieten in die trockeneren zu befördern. Die Ränder dieses ausgeklügelten Bewässerungssystems weisen wunderschöne Wanderwege auf und haben Madeira zusammen mit den Bergtouren um den Pico Ruivo zu einem Wanderparadies gemacht.