MAGISCHE VIELFALT
Jede der sieben Schönheiten ist vulkanischen Ursprungs, alle sind bezaubernd, doch sie haben alle ihren eigenen Charakter. Die weiteste Entfernung zwischen den Außenposten Alicudi und Stromboli beträgt weniger als 90 km, in ihrer Mitte liegt die Insel Salina, von der man mit den Fähren bequem die anderen Inseln erreichen kann.

SALINA mit knapp 27 km² bereits die zweitgrößte, gilt als die grüne Insel mit einer ganz besonders üppigen Vegetation. Große Teile der Insel stehen unter Naturschutz und sind ein Paradies für Wanderer.
Die 2.400 Einwohner sind auf sieben kleine Ortschaften aufgeteilt. Im Hafen von Santa Marina da Salina, der heimlichen Hauptstadt, legen die meisten Fähren an und Gäste und Einheimische treffen sich immer wieder in den gleichen Cafés, kleinen Geschäften und in den engen Gassen dieses gemütlichen Ortes.
Der Aufstieg auf den Monte Fossa del Felci, auf den wir Sie bei unserer geführten Gruppenreise hinaufführen, kostet schon so manchen Schweißtropfen, überragt er schließlich mit seinen 962m das gesamte Archipel, doch ist dieser Ausflug auch ein unvergleichliches Erlebnis. Man wandert durch verschiedenen Vegetationsstufen, um von oben auf die Schwesterinseln zu blicken, eventuell sogar bis zum Ätna auf dem sizilianischem Festland.
Malfaan der Nordküste ist die größte Ortschaft der Insel mit knapp 900 Einwohnern und hat einen sehr kleinen, abgeschiedenen Hafen unterhalb des Ortskernes, der von der herrschaftlichen Gemeindekirche bestimmt wird. Der kleine Hafenort Rinella an der Südküste ist auf alle Fälle einen Besuch wert, und in Lingua, im Südosten der Insel sollte man schon einmal am Hauptplatz einfach nur sitzen und schauen...., z.B. hinüber nach...

LIPARI, mit 9.500 Einwohnern die bevölkerungsreichste und mit knapp 38 km² die größte Insel des Archipels. Zudem ist Lipari-Stadt auch der geschäftigste Ort und verwaltet alle anderen Inseln bis auf Salina, die eigenständig ist. Doch auch hier bestimmt eine unvergleichbare Natur die Insel.
An der Ostküste liegen einige Strände, die beherrscht werden von dem weißen Berg, dem Monte Pilato, einem Bimsstein-Koloss. Kleine verträumte Ortschaften liegen an der Inselrundstraße. Im Süden wird Lipari-Stadt von seinem Hausberg, dem Monte Guardia bewacht. Nordöstlich davon erwandern wir uns den wunderschönen Aussichtspunkt Quatrocchi (vier Augen), in dessen Nähe der Fußweg zu einer einsamen Badebucht beginnt.
Vom alten Observatorium blicken wir über die Meeresenge hinüber nach Vulcano und in Lipari-Stadt selber können Sie sich neben Shoppen in kleinen, ausgesuchten Geschäften einen umfassenden Überblick über die archäologische Vergangenheit im dortigen Museum verschaffen.

VULCANO ist die südlichste des Archipels und hebt sich deutlich von den anderen Schwestern ab. Mit Recht trug die Insel in der Antike den Namen Thermessa (die Heisse): noch heute sprudeln im Meer heiße Quellen, kann man in Vulkanschlamm baden und der Schwefelgeruch steigt Ihnen schon am Fuße des Gran Cratere, einem Vulkan wie aus dem Bilderbuch, in der Luft.
Das nur 8 x 4 km kleine Eiland weist gerade 860 Einwohner auf, der größte Teil wohnt in den zusammengewachsenen Siedlungen Porto de Ponente und Porto di Levante, wo auch die Fähren einlaufen. Einen wahrlich abenteuerlichen Ausflug in die Geologie bieten wir bei unseren Gruppenreisen mit dem Aufstieg auf den 391m hohen Gran Cratere. Schwefelablagerungen und aufsteigende Dämpfe markieren unseren Weg, oben garniert mit überwältigenden Blicken hinein in den Kraterschlund und zu den Nachbarinseln Lipari und Salina, bei klarer Sicht kann man sogar das ganze Archipel erblicken!
Zum Abschluss können Sie wechselweise ein Bad im Thermalsalzwasser oder im danebenliegenden schwefeligen Schlammbecken nehmen – eben wie der Name sagt: Thermessa!

Westlich von diesen drei Perlen befinden sich die beiden noch ruhigeren Schwestern FILICUDI und ALICUDI.
Bei einem Ausflug nach Filicudi gewinnt man schon von der Fähre aus einen Eindruck, wie verträumt diese 9,5 km² kleine Insel ist. Die knapp 300 Filicudaris verteilen sich auf kleine Ansiedlungen im Südosten der Insel, der gesamte andere Teil wird vom Fossa Felci (774 m) beherrscht.
Vom rund 280 m hoch gelegenen Ort Val di Chiesa hat man eine sehr schöne Aussicht, zu Fuß kann man von hier zu der bereits verlassenen Ortschaft Zucco Grande gelangen. Das Capo Graziano bietet nicht nur eine großartige Sicht, sondern birgt auch die Reste eines prähistorischen Dorfes, welches im Zusammenspiel mit der Weite des Meeres und der Stille der Insel eine ganz besondere Atmosphäre bildet.

Auf Alicudi scheint die Zeit dann endgültig still zu stehen. Der Nahverkehr wird hier mit Eseln vorgenommen, Autos gibt es keine und ohnehin nur eine sehr kurze ebene Straße. Dafür aber umso mehr Treppenpfade. Die Gebühren für einen Eseltransport werden nach der Anzahl der Stufen berechnet und bis heute hat sich als Hausnummer die entsprechende Zahl der Stufen gehalten.
Die 130 Einwohner leben ihr eigenes Leben und lassen sich verständlicher Weise nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Ihre kleinen Häuser schmiegen sich in den Hang. Viele der Treppenwege führen zur Kapelle Chiesa San Bartolo, die 340 m über dem Hafen thront. Vom Kirchplatz aus genießt man die unwahrscheinliche Ruhe und den Blick auf die großen Schwestern.
Hier haben wir für Sie auch eines unserer hide aways ausgemacht: ideale Standorte zum Entspannen und zum Tauchen in saubersten Gewässern!

Östlich von Salina gelegen ist PANAREA mit 3,4 km² die kleinste dieser schönen Inseln. Umso überraschender ist es, dass sie als die Insel der Reichen und der Schönen Italiens gilt, zumindest im Monat August! Dann tummelt sich hier die High Society Siziliens. Hotels, Luxusboutiquen und andere Geschäfte bieten das Exklusivste an, was dann in den anderen Monaten wieder verstaubt.
Außerhalb des August sind die 330 Einwohner fast unter sich und genießen dann die wieder für sie zurück gewonnene Insel. Diese bezaubert schon beim Einlaufen in den Hafen durch ihre üppige Natur und die sauberen, weißen Häuser entlang schmaler Gassen mit überschwänglich buntem Blumenschmuck. Und auch beim näheren Hinsehen hält die Insel, was sie aus der Ferne verspricht. Die sauberen Gassen werden nur von wenigen Elektrokarren befahren, hübsche Kachelbilder weisen den Weg, die Blumen sind eine Pracht und die Atmosphäre ruhig und gelassen.
Im Norden gibt es eine Bucht mit kleinen schwefeligen Fumarolen, im Süden führt uns der Weg zu einer Badebucht und zu einem landschaftlich wunderschön gelegenen prähistorischem Dorf. Auch werden wir noch eine weitere einsame Bucht gemeinsam entdecken. Vom höchsten Berg der Insel, dem Punte del Corvo schweift der Blick hinüber zur östlichsten dieser Perlen im Mittelmeer.

STROMBOLI bietet einen ganz besonderen Leckerbissen: den gleichnamigen Vulkan, dem einzigen in Europa, der ständig tätig ist.
Auf der ca. 3 x 4 km großen Insel wohnen knapp 600 Strombolianis, die meisten in Stromboli-Ort, der klein und weiß ist und in dessen schmalen Gassen motorbetriebene dreirädrige Fahrzeuge (Apes genannt) den Transport erledigen. Danach steigt die Insel bis zum höchsten Punkt des Kraters auf 924 m an. Gerade in der Dunkelheit kann man die ständig wiederkehrenden Ausbrüche dieses Vulkans hören und beobachten und selbst, wer nicht mit unserem Bergführer den Vulkan erklimmen möchte, fühlt seine Blicke immer wieder zu diesem beeindruckenden Beispiel der in der Erde wohnenden Kräfte hingezogen, ein Naturschauspiel sondergleichen.
Die Einzigartigkeit dieser Insel beweist auch schon die Tatsache, dass der 2. Ort Ginostra nur per Boot zu erreichen ist. Ein wunderschöner Ausflug, der Sie in die vergangenen Zeiten führt. Neben dieser Tour und dem Annähern an die Kräfte des Erdinneren, werden wir noch auf halber Höhe die Pflanzenwelt und die Ausblicke genießen und alles bei einem Drink im Café Ingrid, der Lieblingsbleibe von Ingrid Bergman als sie dort den Film Stromboli drehte, ausklingen lassen.
Zur Einstimmung auf die Insel empfehlen wir gerne die Website schweizer Vulkaneologen:http://www.swisseduc.ch/stromboli/volcano/photos/index-en.html.
Die aktuellen Eruptionen von Ende Feb.2007, die unsere Partner auf der Insel als "nicht besorgniserregend" bezeichneten, können Sie als Video betrachten unter http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/stromboli_nid_45503.html.

So ist jede der sieben Töchter des Windgottes unterschiedlich und auf ihre Weise attraktiv. Dies macht alle Ausflüge und Wanderungen interessant und spannend. Die Bewohner wurden ebenso von den Eigenheiten der Inseln geprägt. Wenn es gegen das Festland geht, sind sich alle einig, doch untereinander beschreiben sie die anderen Insulaner gerne auf spitzbübische Art und Weise und setzen sich deutlich von den Nachbarn ab. Eines ist allen gleich, sie sind gastfreundlich, offen und sympathisch und auch daher wird Ihr Urlaub auf den wunderschönen Perlen im Mittelmeer zu einem ausgeglichenen einschmeichelnden Erlebnis.

