Azoren, Madeira, Liparen

ALLE NEUNE IM ATLANTIK

Mitten im Atlantik gelegen, auf einer Linie zwischen New York und Lissabon, umfasst der Archipel der Azoren neun Inseln vulkanischen Ursprungs. Die Inseln liegen weit verstreut im Atlantik, zwischen der westlichsten Insel Flores bis zur östlichsten Santa Maria liegen mehr als 550 km. So sind alle Inseln unterschiedlich und einen Besuch wert. Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick über dieses interessante Archipel.

 

 

São Miguel

Auf São Miguel, mit 747 km² die größte azoreanische Insel, leben 136.000 Einwohner. Diese wohnen hauptsächlich in Dörfern und kleinen Städten, die sich zum großen Teil entlang der Küste reihen.
São Miguel wird auch Ilha Verde (grüne Insel) genannt, die Grünflächen ziehen sich hinauf bis zum höchsten Berg, dem Pico da Vara mit 1103m, doch das Besondere ist, dass die Grüntöne überall anders schimmern, eine dem Auge schmeichelnde Farbpalette, die ihresgleichen sucht.
Ponta Delgada, mit seinen 21.000 Einwohnern stolz Cidade (Großstadt) genannt, ist das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum. Doch selbst diese größte Stadt der Azoren weist viele Grünflächen auf, sie ist im Norden begrenzt durch Weiden und Vulkanhügel und im Süden durch den Atlantik, wo neben dem Haupthafen auch der bunte Yachthafen liegt.<br /Außerhalb der Stadt ziehen das Tal von Furnas mit seinen heißen Quellen, der Krater von Sete Cidades und der einsame Lagoa de Fogo die Besucher an. Thermalquellen, einsame Badebuchten, liebliche Vulkankegel und eine unverfälschte Landschaft begeistern jeden Naturliebhaber. Der Cozido das Furnas , ein Fleisch- Gemüsetopf, der in Erdlöchern gegart wird, ist eine kulinarische Einmaligkeit.
Das ganze Jahr blühende Pflanzen zu genießen, ist ein Privileg auf allen azoreanischen Inseln. Auf São Miguel sticht ganz besonders die Kamelien- und Azaleenblüte von Dezember bis April heraus, gefolgt von der unwiderstehlichen Hortensienblüte, wenn sich ab Mai die kilometerlangen Hecken in ein strahlendes Blau verwandeln. Der Herbst bietet verschiedene Lilienarten, abgelöst von den wild blühenden Kalas im Winter, die sich als unzählige weiße Tupfen auf den grünen Weiden abheben. Die Vielfältigkeit São Miguels seitens der landschaftlichen Gestaltung, der Küstenformationen, der Flora, sowie des sportlichen Angebotes und der touristischen Ausflüge bietet genügend Reize für einen ausgedehnten Aufenthalt nur auf dieser Insel.

Santa Maria

Die östlichste Insel dieser Gruppe ist auch die einzige mit hellen Sandstränden und passend dazu hat sie auch das trockenste Klima. Santa Maria hat nur ca. 6.000 Einwohner.
Die Insel gerade im Sommer auf, wenn nicht nur die Miguelenser von der Nachbarinsel, sondern auch ausländische Besucher, die Strände der Insel suchen. Ganz besonders um den 15. August droht die Insel aus den Nähten zu platzen, wenn im Zuge des Festes der Schutzpatronin Santa Maria auch ein Musikfestival gefeiert wird.
Auf dieser Insel reihen sich die Dörfer nicht nur entlang der Küste, sondern hier schmiegen sich die Weiler auch in die sanften Tälern im Inneren und die weiß getünchten Häuser heben sich malerisch vom Grün der Umgebung ab.

Pico

Keine 20 Minuten auf der Fähre trennen die beiden Inseln Faial und Pico. Diese von der Fläche immerhin zweitgrößte Insel des Archipels ist nur von rund 15.000 Picaroten, wie man die Einwohner nennt, bewohnt und bietet ganz außergewöhnliche landschaftliche Reize. Von wo aus auch Sie sich der Insel nähern, der gleichmäßige Vulkankegel des Pico Alto, mit seinen 2351 m immerhin der höchste Berg von ganz Portugal, zieht sofort jeden Besucher in seinen Bann, allerdings auf ganz unterschiedliche Weise. Die einen beschließen bei dem Anblick dieses Vulkans spontan, ihn auch zu besteigen. Wir bieten hier geführte Besteigungen inkl. Übernachtungen an. Andere begnügen sich damit, eine Unzahl von Photos zu machen und ihn von unten und von allen Seiten zu bewundern. Gleichgültig lässt dieser mächtige Lavaberg wohl niemanden. Doch nicht nur diesen Vulkankegel hat die Insel zu bieten. Die schwarze Lava hat sich immer wieder über die Felder ergossen, die danach wieder gereinigt wurden und so entstanden die unzähligen kleinen Mauern, die einen Teil des Landschaftsbildes von Pico prägen. Diese Steinmauern haben eine ganz besondere Weinanbautradition hervorgerufen, die von der UNESCO als schützenswertes Naturerbe ausgezeichnet wurde. Immerhin wurde zur Hochblüte der Picowein Verdelho bis an den Zarenhof nach Russland exportiert! Sie sollten sich auf keinen Fall also eine Weinprobe dieses stark erdigen Weins entgehen lassen. Wie wäre es mit einer kleinen Fahrradtour auf den Lavakieseln? Das Inselinnere von Pico ist teilweise Weidehochland, Seenplatte und undurchdringlicher endemischer Lorbeermischwald. Wir haben hier eine Reihe schöner Panorama-Wanderungen für Sie erkundschaftet, die Ihnen sicherlich gefallen werden. Entlang der Lavaküste reihen sich blitzsaubere kleine Dörfer, sie haben die alten Traditionen nie einschlafen lassen, und so fühlt man sich um Jahrzehnte zurück versetzt. Lediglich der Walfang, der gerade auf Pico eine sehr große Bedeutung hatte, ist nun durch die Walbeobachtungsfahrten abgelöst worden. Sehenswert auch das Walfänger Museum in Lajes und eine Reihe von kleinen handwerklichen Werften, die die Tradition der Walfangboote aufrecht erhalten, die heute an Segelregatten teilnehmen. Die traditionellen Feste geben einen tiefen Einblick in die Traditionen auf dieser so ursprünglich erhaltenen Insel.

 

Faial

Der Anlaufpunkt bei einem Besuch auf den Mittelinseln und die Insel mit internationalem Flair ist Faial. Die Hauptstadt Horta mit dem berühmten Yachthafen, in dem die Weltumsegler und Atlantiküberquerer Station machen und traditionsgemäß ein Bild an die Hafenmauer malen, die Walzahnschnitzer, der Nachlaß der vormaligen Kabelgesellschaften und nicht zuletzt das neue Vulkanmuseum der letzten Ausbruchs vor 50 Jahren sind absolute musts eines Aufenthaltes auf der Insel. Das farbenfrohe und fröhliche Bild des Yachthafens prägt diese Stadt, eine sympatische Vila (Kleinstadt) mit Hotels, Pensionen, Restaurants und Geschäften. Stolz sind die rund 16.000 Faialenser auch darauf, dass sie seit 1976 den Sitz des azoreanischen Parlamentes beherbergen. Genießen Sie mit uns hier die Atmosphäre der Seebären und Landratten in den kleinen Kneipen Hortas und freuen sich auf die Erkundung der nächsten Inseln. Immer wieder jedoch wandert der Blick zum imposanten Vulkan der nahen Nachbarinsel Pico, an dessen Wolkenformation die Einheimischen das eigene Wetter voraussagen können.
Faial wird auch die Ilha Azul (blaue Insel) genannt, ein Name, der durch die langen, blaublühenden Hortensienhecken, die sich über die ganze Insel ziehen, auch durchaus verdient ist.
Das Zentrum der Insel wird geprägt durch den großen Ursprungsvulkankrater Caldeira, kleine Vulkane ziehen sich von dort aus in Richtung Westen, wo sich auch der jüngste Vulkan der Azoren befindet, die erst 1957/58 entstandene Inselspitze von Capelinhos. Hier können Sie noch auf ganz junger Lavaasche spazieren. Doch auch Wanderwege in bestechendem Grün erfreuen die Gäste. Faial gilt als Insel mit internationalem Flair, denn ihre Hauptstadt Horta hat den berühmten Yachthafen, in dem die Weltumsegler und Atlantiküberquerer Station machen und traditionsgemäß ein Bild an die Hafenmauer malen. Hinterher treffen sich Seebären und Landratten im Café Peter Sport um den besten Gin Tonic des Atlantiks zu trinken.

São Jorge

Wiederum nur 30 Fährminuten trennen beide Inseln.São Jorge wird auch der Drache im Atlantik genannt. Denn die Insel ist sehr schmal, an der breitesten Stelle misst sie nur ca. 8 km, zusätzlich ziehen sich über ihre gesamte Länge sanfte Vulkankegel. Eine Besonderheit der Insel mit seinen ca. 10.000 Jorgensern, sind die vielen kleinen Fajãs. Dies sind Schwemmebenen unterhalb einer Steilküste direkt auf Meeresniveau, die wir bei unseren Wanderungen besuchen. Diese Fajãs waren früher alle bewohnt, heute sind viele nur noch im Sommer besiedelt, doch Obst-, Gemüse- und Weinanbau findet man dort überall. Hinunter vom Hochland führen wunderschöne kleinen Wanderwege auf die Fajãs, die uralten Wirtschaftswege. Auch das Hochland bietet schöne Wanderwege, das kleine Städtchen Velas mit seinem hübschen Ortskern liegt an einer malerischen Hafenbucht. Berühmt ist São Jorge für seinen Käse, der auch gerne zum Festland exportiert wird und der einen ganz eigenen würzigen Geschmack hat. São Jorge, der immer präsente Pico Alto und die Silhouette von Faial versetzen einen gelegentlich in eine „Bodensee-Stimmung“. São Jorge wird auch der Drache im Atlantik genannt.

Terceira

Auch nach Terceira sind es nur wenige Flugminuten, aber man scheint in einer anderen Welt zu sein: Die farbige Insel Terceira (die Dritte) trägt ihren Namen zu Recht, war sie tatsächlich die Dritte, die entdeckt wurde und sie ist auch die Drittgrößte.
Terceira hat in der Geschichte der Inseln und auch innerhalb Portugals eine ganz besondere Rolle gespielt. Zur Zeit der spanischen Besetzung von Portugal konnten sich die Terceiraner im 16. Jahrhundert immerhin noch 3 Jahre gegen die Übermacht wehren. Im 19. Jahrhundert ging von dieser Insel die Liberalisierungsbewegung Portugals aus. Dies alles mag die rund 60.000 Terceiraner ganz besonders stolz erscheinen lassen. Die Historie lebt besonders in den Gassen der Hauptstadt der Insel, in Angra do Heroismo auf, das bei einem Beben im Jahre 1981 völlig zerstört wurde und danach von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgerufen wurde. Die Renaissance-Architektur ist so wieder komplett hergestellt. Auch in der zweiten Stadt der Insel, Praia da Vitoria, atmet man portugisische Geschichte ein und ein Besuch lohnt sich. Dass auch Terceira vulkanischen Ursprunges ist, wird ganz besonders in den vielen im Inselinneren liegenden Höhlen deutlich, von denen die Algar do Carvão ganz besonders gut erkundet ist. Terceiras Küsten weisen zahlreiche schöne Lavaschwimmbecken auf, doch auch der große Sandstrand in Praia da Vitória lädt zum Bade. Die Feste auf Terceira sind ganz besonders fröhlich und zahlreich, wobei das 10-tägige São Joaninas, rund um den 24. Juni für Angra ein echter Höhepunkt ist.Unsere PKW-WANDERTOURENREISE zu den Mittelinseln (No.14) verbindet Faial, Pico und Terceira und bietet Ihnen hier ein volles einwöchiges Programm. Darüber hinaus ist Terceira als kultur- &amp; historische Hauptstadt der Azoren natürlich auch ein Schwerpunkt unserer 10 tägigen Pkw-Tourenreise KULTUR UND GENÜSSE (No.15) sowie SAIL &amp; HIKE (No.9).&nbsp; Einen würdigen Abschluß unserer 14tägigen Studien-/ Wanderreise AZOREAN SPIRIT (No.8) bietet uns sicherlich auch in diesem Jahr das historische Angra und der Besuch der Klassischen Höhle.

 

Graciosa

Gut sichtbar von Terceira und Sao Jorge aus liegt keine 20 Flugminuten entfernt Graciosa. Die man wegen Ihrer Oberflächenstruktur -die Liebliche- genannt hat. Die Landschaft ist hier flacher und läuft zur Küste sanft aus. In dem Ursprungsvulkan der Caldeira gibt es eine Höhle, in der Schwefeldämpfe ausgestoßen werden. An der Küste kann man an einem Sandstrand oder in mehrere kleine Naturbecken baden, sogar auch ein kleines Badehaus mit einer warmen Quelle wartet auf Besucher. Charakteristisch sind die vielen noch funktionierenden Mühlen, die man besichtigen kann. Zudem sollten Sie in Santa Cruz den interessanten Stadtplatz Rossio besuchen. Eine liebenswerte Insel mit hilfreichen und freundlichen Bewohnern, die wir auf unserer 14tägigen Studien-/ Wanderreise AZOREAN SPIRIT (No.8) und SAIL HIKE (No.9) besuchen werden. Graciosa bedeutet übersetzt die Liebliche, und genauso sieht auch ihre Oberflächenstruktur aus. Die Landschaft ist hier flacher und läuft zur Küste sanft aus. In dem Ursprungsvulkan der Caldeira gibt es eine Höhle, in der Schwefeldämpfe ausgestoßen werden. An der Küste gibt es einen Sandstrand, mehrere kleine Naturbecken und sogar auch ein kleines Badehaus mit einer warmen Quelle.

Flores

Flores ist die westlichste aller Azoreninseln, sie bildet mit der Schwesterinsel Corvo die Westgruppe und liegt geologisch gesehen auf der amerikanischen Kontinentalplatte. Flores bedeutet Blumen und die Insel macht diesem Namen alle Ehre. Gerade im Sommer blüht es üppig, diese Blütenpracht kann an den Straßenrändern, aber auch ganz besonders gut entlang der Wanderwege bewundert werden. Landet jedoch eine Maschine der einheimischen Airline fast im Zentrum des Hauptortes Santa Cruz das Flores, so werden die Menschen dort geschäftig und man kann den Großteil der Bevölkerung am kleinen Flughafen treffen. Auch das Inselinnere von Flores ist unglaublich grün, es weist schöne Täler auf und birgt immerhin 7 kleine und doch sehr reizvolle Kraterseen! In den kleinen Dörfern an der Westküste fühlt man sich in eine andere Zeitrechnung zurück versetzt. Wir und ihre freundlichen Bewohner freuen uns, Ihnen bei unserer Studien-/ Wanderreise AZOREAN SPIRIT (No.8) diese tolle Insel vorstellen zu können!

Corvo

Corvo ist die kleinste Insel der Azoren und hat auf noch nicht einmal 17 km² ca 400 Einwohner. Diese wohnen alle im einzigen Ort der Insel, in Vila Nova do Corvo. Hier gibt es einen alten Teil, wo in engen Gassen alte Steinhäuser stehen und einen modernen Teil rund um die kleine Landebahn des Flughafens. Dort stehen Villen und moderne Gebäude, wie z.B. die neue Sekundarschule, in der die wenigen Schüler sogar die Hochschulreife erlangen können. Außerhalb von Vila Nova steigt die Insel zum Kraterrand Caldeirão an, in dem die Natur sieben Azoreninseln (alle, bis auf Flores und Corvo) in einem See in Miniatur geformt hat. Die Corviten leben von der Landwirtschaft, hauptsächlich Viehzucht, von der Fischerei und ein ganz wenig auch vom Tourismus. Die meisten Gäste kommen von Flores mit dem Boot und bleiben nur wenige Stunden. Es gibt jedoch auch eine kleine Pension und, falls Bedarf ist, kann man sich auch in Privathäusern einquartieren. In Abhängigkeit des Seewetters werden wir auch diese Insel im Rahmen unserer Studien-/ Wanderreise AZOREAN SPIRIT (No.8) besuchen!